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Genial : Roman / von Heribert Rau
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eines Weltkirchhofes glichen, über die ſich der Himmel, wie eine ungeheure Trauerweide, mit ſeinem goldenen Laubwerke ernſt und ſchweigend ſenkte.

Kein Laut, kein Ton! unterbrach die tiefe Stille; nur das Plätſchern der kleinen Wellen der Alſter ließ ſich von Zeit zu Zeit in leiſem Murmeln hören, wenn gerade ein friſcherer Windhauch über die Fläche der Waſſer fuhr.

Ferdinand bebte. Er hatte ſich eben noch ſo groß ſo erhaben gefühlt— und nun ſtand er, ein armſeliger Wurm, allein vor der ſtummen Größe des Weltalls. Lange blickte er ſtaunend ewpor in den Lichtſchaum der Milchſtraßen, und ſein Geiſt flog mit der Schnelle des Gedankens an tauſend Welten, an dem kaum mehr ſichtbaren Uranus vorüber und ſtürzte ſich in die weiß⸗glänzenden Wolken eines Lichtmeeres von Millionen und abermal Millionen Sonnen, die ſo weit im unermeßlichen Abgrunde der Unendlichkeit liegen, daß nur der letzte matte Schimmer ihrer Strahlen unſeren Augen dämmert,— und hinter den Welten und hinter den Sonnen lagen wieder Welten und Sonnen, und hinter dieſen zogen neue Milch⸗ ſtraßen hin, und auf die Milchſtraßen folgten neue Sonnenſyſteme,— und der Gedanke durchzuckte wie ein Blitz die flammende Unendlichkeit; aber er fand