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Genial : Roman / von Heribert Rau
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gewannen nur noch an Reiz durch das Leben, das aus ihnen ſtrahlte,—„das Weib iſt dann nicht allein mehr in den Kreiſen des geſellſchaftlichen Lebens, ſon⸗ dern auch auf der Weltbühne, in Künſten und Wiſ⸗ ſenſchaften, in den Gewerben des Friedens und auf dem Felde der Schlacht, das Muſter des Mannes, das ihn begeiſtert, anfeuert und lohnt. Sagen Sie ſelbſt, Sie, mein Herr, deſſen Geiſt kräftig genug iſt, vor der kühnen Idee der Frauen⸗Emancipation nicht zu erſchrecken,— ſagen Sie mir, ob es etwas Großartigeres auf Erden geben kann, als wenn zwei Seelen, die eine hohe,— den Jetztmenſchen faſt un⸗ denkliche,— Freundſchaft verbindet, ihr ganzes Wirken und Streben in ſchöner Eintracht der Ausführung jener weltverbeſſernden⸗ Ideen widmen, die Sie im Anfange unſeres Geſpräches ſelbſt erwähnten— ge⸗ ſtehen Sie, daß weder das Alterthum, noch das kräf⸗ tige Mittelalter, am allerwenigſten die Gegenwart, einen höheren Aufſchwung aufzuweiſen hat— und gewiß es wird ſich nie und nimmer die Größe des Geiſtes ſchlagender und evidenter zeigen, als wenn die Emancipation des Weibes dem Weibe Gelegen⸗ heit gegeben hat, zu beweiſen, daß es dieſes Rechtes werth ſei!“—

Mit dieſen Worten ſtand die Spanierin auf,