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icher Verhältniſſe? ich nenne ſie, natürlich nur in Betracht unſerer angenommenen Form, den Un⸗ ſinn alles Unſinns, das ächte Joch wahrer Sclaverei!“
„Sie mögen hier bei vielen Ehen, gewiß bei den meiſten, Recht haben!“— entgegnete Ferdinand— „ließe es ſich denn aber nicht denken, daß eine frei⸗ ere Form für dieſelbe beſtünde. Eine Form, die auch dem emancipirten Frauengeiſte entſpräche?“
„Nein!“— ſagte die Spanierin entſchieden— „ſo lange ſich namentlich die Kirche in die Cheu⸗ miſcht, nie. Was ſind denn die Ehen der civiliſirten Völker?— Vor allem Anderen treibt man einen niederträchtigen Handel mit den edelſten und zärteſten Gefühlen des MädchenszCs wird faſt immer verkauft Was iſt die Folge davon?— Das Band, welches die Natur dazu beſtimmt hat, Herzen zu feſſeln und zu binden, fehlt. Der Mann folgt gefühllos ſeiner Herrſchſucht, und das Weib duldet und dient. Dies das Bild Eurer Ehen!“
„Wahr, wahr! ſehr wahr!“ rief Ferdinand erhitzt.„Aber wie ſchön, wie groß, wie genial ſteht das Bündniß zweier ſtarken Geiſter dagegen da. Die Liebe hat ſie ſich finden laſſen...“
„Verſteht ſich, eine Liebe, die mit der Vernunft
5 naunten die Ehe: die Krone rein menſch⸗


