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gerade einer der ſchwerſten iſt; wenn man anders ſeine Pflicht erfullen und über den traurigen Stand der Mittelmäßigkeit hinausgelangen will.“
„Das iſt ſehr wahr“— ſiel hier der Recenſent ein, mit kritiſcher Miene die aufſteigenden Bläschen in ſeinem Glaſe beobachtend.—„Aber ich glaube Sie dürfen unſeren neueren Dichtern auch ein wenig Schuld an dem Verfall des Schauſpiels geben. Wen haben wir denn, der Großes darin geleiſtet. Etwa Gutzkow? Mund?Feldmann? Halm?Laubes — Keiner von Allen vermochte bis jetzt durchzudrin⸗ gen, und ſich zu einer imponirenden Größe zu erheben.“
„Laſſen Sie mir Gutzkow unangetaſtet“— ent⸗ gegnete Wellen faſt feierlich—„ich geſtehe, daß ich in ihm eine der ſchönſten Hoffnungen Deutſchlands verehre. Was er geleiſtet, läßt bei ſeinen Talenten, ſeinem tiefen und vielſeitigen Wiſſen und ſeiner Pro⸗ duktivität, allerdings auf große Schöpfungen in der Zukunft ſchließen. Bedenken Sie aber welche Schwie⸗ rigkeiten ſich den beſſeren Geiſtern bei dem Schaffen neuer Werke entgegenſtellen. Erinnern Sie ſich nur an den verdrehten, wahrhaft krankhaften Geſchmack des größeren Publikums und vor allem Anderen an die ungluckſelige Idee, die es von dem Theater gefaßt.


