und er, deſſen empfindlichſte Stelle die Ehre,(in dem Sinne der Welt) war, doch vor den Leuten ſich keine Blößen geben durfte.
Heute zumal hatten die beiden Freunde Wichtiges miteinander abzuſprechen gehabt, da Heylig, der ausbleibenden Zinſen wegen, ein wenig auf den Buſch geklopft. Im Alſter⸗Pavillon traf man, der Verabredung nach, zuſammen, und eben war das Geſpräch recht im Gange, als der Hofrath plötzlich mit einer Miene in die Höhe fuhr, als habe er ſtatt des vor ihm ſtehenden Bordeaur ein Glas Eſſig zum Munde geführt.
„Was haben Sie, mon cher ami?“— frug Heylig, den Blicken des Hofraths mit den Augen folgend. Aber er konnte ſich die Antwort ſelber geben, denn in gleichem Augenblick gewahrte er Ferdinand Wellen mit zwei Schauſpielern eintreten.
„Ah! Monsieur votre fils!“ fuhr der Erkauf⸗ mann lächelnd fort.„Nun, das genirt uns ja nicht im Geringſten. Ein netter junger Mann das. Immer ſo ziemlich nach der Mode. Nur die Weſte, mon Dieu! wer wird denn noch eine ſo lange Weſte tra⸗ gen?— Da, beſter Hofrath, ſehen ſie mal mein Gilet; voyez! das iſt genau nach dem neueſten Journal.“


