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Genial : Roman / von Heribert Rau
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aber bekam die Familie Heylig einen neuen Schnitt, und alle Bekannten derſelben freuten ſich ſchon im Voraus auf die Epoche, die nach einem Beſuche Kon⸗ 3 ſtantinopels oder gar der Urwälder von Nord amerika eintreten würde. Ein Gutes wenigſtens hatten indeſſen die Reiſen des alten Gecken für ihn gehabt. Der Umgang mit ſo verſchiedenartigen, meiſt gebildeteren Menſchen als

er war, gaben ihm einen leichten, freilich nur ober

flächlichen Schliff, und ſetzten ihn wenigſtens in die 1 Möglichkeit, mit denjenigen in Hamburg umzugehen, welchen er ſich durch ſeine pekuniären Mittel gleich⸗ geſtellt glaubte.

Demohnerachtet würde der ſtolze Hofrath Wel⸗ . len, der ebenfalls ein glänzendes Haus machte und für reich galt, den eingebildeten Pinſel wie er Heylig oft heimlich zu nennen pflegte nicht an⸗ geſehen haben, wenn nicht Beide ein mächtiges Band aneinander gefeſſelt; das heißt mit einem Worte:

. wenn der Hofrath dem ehemaligen Kaufmanne nicht bedeutende Summen ſchuldig geweſen wäre. Hier aber drückte Wellen der Schuh und zwar auf doppelte Weiſe; einmal, weil er unter dem Pan⸗

toffel ſtand, und dann, weil ſeine prunkſüchtige Gattin

und ein leichtſinniger Sohn ſeine Kaſſen geleert hatten