Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Liebe an ſie, die allein die Gründerin wahren ehe⸗ lichen Glücks ſein kann. Ihr Sohn hat es verſucht dem elterlichen Gebote zu gehorchen, er hat hie und da genaſcht von den Freuden des Lebens—— aber! er hat ſich mit Ekel von Allem abgewandt, da ſein tief Innerſtes erkannt hat: er werde nun und nim⸗ mer wahrhaft glücklich werden, wenn er nicht Cla⸗ riſſe beſitze. Was Letztere nun betrifft, ſo ſcheinen Sie dieſelbe noch gar nicht einmal zu kennen; denn ſonſt würden Sie ſie eben ſo wenig für überſpannt halten, als von ihr glauben: ſie habe mit ihrem letzten Schritt

einen Theatercoups beabſichtigt.“

„Was thut man nicht aus Liebe zu einem Mann!“ ſagte ſpöttelnd die Dame.

„Wohl viel!“— entgegnete der Arzt verletzt.— „Wer aber ſein Leben dafür wagt, ich meine der habe bewieſen, daß er es redlich meine; denn er hat ja ſein Alles daran geſetzt. Uebrigens konnte Clariſſe nicht beabſichten, Ihren Sohn durch dieſe rühmliche Aufopferung zu gewinnen; denn ſie ging, ohne daß er erfuhr wer ihn gepflegt, und bat mich, überhaupt, die Sache geheim zu halten. Da ich aber auch in ihrer Seele las, daß ihre Seligkeit von einer