Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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keit der glücklichen Mutter denken, die nach einem ſo fürchterlichen Schrecken, nach einer Reiſe voll Todes⸗ angſt und Qual ihr einziges Kind gerettet in ihre Arme ſchließt.

Nicht nur die reichſten Geſchenke floſſen dem Arzte zu; ſondern ſie erſchloß ihm auch ihr Herz unter Thrã⸗ nen, da nahm ſie der edle Mann bei der Hand, führte ſie in ein Nebenzimmer und ſagte:

„Verehrte Frau, ich habe nur gethan, was ich als Arzt und Menſch zu thun ſchuldiß war. Gelang es mir aber, Ihren Sohn zu retten, ſo haben Sie dieß größtentheils einer andern Perſon zu danken; einer Perſon, die ihr Leben daran wagte, Ihren Sohn Tag und Nacht zu pflegen, und welche— eben durch dieſe liebevolle Pflege, durch die zarteſte Sorg⸗ falt, ſelbſt mit den größten Aufopferungen, gewiß eben ſo viel zu ſeiner Rettung beitrug, als ich.“

„Und wer iſt dieſe Perſon?“— frug die Mutter ergriffen—„etwa der Krankenwächter? oder der Gaſthalter? oder ſeine Frau? Ich will ſie ja fürſt⸗ lich belohnen.“

„Keines von dieſen,.“— entgegnete der Medi⸗ einer.„Gedungene Krankenpfleger ſind Maſchinen.