Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Hauſe dennoch nicht entgangen: daß man ihn mit Liſt in das Netz gelockt und faſt mit Gewalt zu i⸗ ner Erklärung gezwungen.

Hielt er dabei auch Veronika für unſchuldig, ſo ſagte ihm ſeine gute Erziehung doch, daß ſie ſich ziem⸗ lich unzart dabei benommen, die Mutter aber alle Grenzen des Schicklichen überſchritten.

Der beſſere Mann will aber das Herz eines Wei⸗ bes nach freier Wahl gewinnen, und nicht mit den

Polypenarmen der Koketterie umklammert und wie

eine ſchnöde Beute gewaltſam herangezogen werden. Bemerkt er ein ſolches Beſtreben, ſo fühlt er ſeinen eigenen Werth gekränkt und wird zweifelhaft an dem Werth des Weſens, das ihn mit ſolcher Verzweif⸗ lung zu erringen ſucht.

Dem Zacharias fiel bei dieſer Gelegenheit ein, was Clariſſe als einſt von einem ähnlichen Falle die Rede war, zu ihm geſagt. Nämlich: wenn ein weibliches Herz— aufgeregt und beſtürmt von der Liebe— mit ſich und der Tugend oder Schicklichkeit in Con⸗ flikt gerathe; wenn an den Pfeilern heiliger Sitte, die ſtürmende Leidenſchaft rüttle— dann möge die Kämpfende nur den weiblichen Stolz zu Hülfe