ihre Schönheit war mehr eine fleiſchliche— nicht jene transparente, vom Hauche des Geiſtes belebte, wie
ſie das nördliche Deutſchland, Frankreich und Eng⸗
land, häufig aufzuweiſen haben. Die fünf Aelteſten,
wovon die Fünfte erſt vierzehn Jahre, kämpften
ſämmtlich und beſtändig mit einer inneren Verzweif⸗
lung, zu der ſie der Gedanke führte:„ſie würden
keine Männer bekommen,“— und da Vater und
Mutter dieſe Angſt von Herzen theilten, ſo glich das
ganze Haubenhuber'ſche Haus— keiner Perlen⸗ aber — einer Männerfiſcherei.
Wie ein guter Vogelſteller ſteckte die beſorgte Mutter nach allen Seiten Leimruthen aus;— aber trotz Kleider und Schneider, Muſiciren und Singen, in die Kirche⸗, auf Ball⸗, Parade⸗ und Bierkeller⸗ gehen, ja trotz den Geſellſchaften, die ſie ſelbſt gab— wollte Keiner anbeißen.
Haubenhuber ſah mit Schmerzen, daß alle dieſe Anſtalten, die ihn faſt ſchon ruinirt, nichts fruchte⸗ ten, und daß, ſtatt einige ſeiner überreifen Töchter los zu werden— im Gegentheile die drei Jüngſten immer mehr in die Kleider und das Geld wuchſen. Wo war da die Ausſicht, jemals ſeinen Krug Bier


