—
23
Bier und einen Kalbsbraten zu haben. Hat er dieſe zwei Haupterforderniſſe des baheriſchen Himmels, iſt er zufrieden, kommt aber noch ein Miädel dazu— dann iſt er ganz glücklich.
Das erſte was Zacharias in München that, war einen alten Freund ſeines Vaters zu beſuchen, für welchen dieſer ihm ein Empfehlungsſchreiben geſandt.
Der Mann hieß Haubenhuber, wohnte in einem prächtigen Gebäude und machte, wie man zu ſagen pflegt, ein großes Haus. Er und ſeine ganze Familie,— die außer ſeiner Gattin noch aus acht hoffnungsvollen Töchtern beſtand, wovon, unter uns geſagt, fünf auf Männer paßten,— waren ächte Münchnerinnen, die nie über die Menter⸗ Schwaige und den Starnberger⸗See hinausgekommen.
Haubenhuber ſelbſt war eine vierſchrötige Perſon, von plumpen Zügen und eckigen Manieren, beſchränkt,
S
bigott und genußſüchtig, alles gerade wie ſeine Frau;
von der er ſich überhaupt nur dadurch unterſchied:
daß er den Pantoffel trug, und ſie die Hoſen an⸗ hatte; er auf Kleider nicht das Geringſte gab, ſie aber deſto mehr.
Die Mädchen waren ſimmtlich ſehr hübſch; aber


