Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Trinkgelder mehr zu geben, und jedes Gaſthaus zu meiden, in welchem die Die⸗ nerſchaft ſich im leiſeſten gegen dieſes rechtliche Verfahren opponirt. Mehr aber noch, dies Unweſen ſollte von Obrigkeitswegen ebenſogut unterſagt werden, als jede andere Prellerei; denn dies Trinkgelderabnehmen in den Gaſthäuſern iſt eine indirecte Steuer, die man nament⸗ lich dem Handel, zu Gunſten weniger Privaten auflegt. Denn, ſetzen wir auch nur Einen Gulden per Tag, ſo hat ein Geſchäftshaus, das drei Reiſende(was ſehr häufig) hinausſendet, wenn dieſelben das ganze Jahr reiſen, nicht weniger als 1095 Gulden per Jahr Speſen an Trinkgeldern in den Gaſthäuſern,(Lohndiener nicht eingerechnet)!

Dieß ſagte Zacharias neuer Reiſegefährte, und Hartmann mußte geſtehen, daß er recht hatte. Den Nachmittag fuhren ſie nach München. Wie klopfte unſerem Helden das Herz!

Der erſte Eindruck, welchen die Haupt⸗ und Reſidenzſtadt, mit ihren unzähligen Paläſten, ihren Kirchen und Prachtbauten auf Zacharias machte, war ein ſehr großartiger. München hat ſeine pittoreske