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„„Was ſoll denn das wieder ſein?“— ſagte der Erſtere endlich—„erſt mögen ſie ſich gegenſeitig nicht, und nun ſind ſie wie wahnſinnig vor Liebe.“
„Vater! Mutter!“ rief jubelnd Zacharias—„es iſt ja Clariſſe, meine ſüße, liebe, treue Clariſſe, meine Lehens⸗ retterin, mein Alles!“
„Herr Kehrenſohn!“— rief hier überraſcht und ernſt der alte Hartmann—„ich bitte um Aufklärung. Sie hat⸗ ten mir für meinen Sohn die Hand einer Verwandten zu⸗
geſagt und nun...4
„Steht dieſe Verwandte, meine Nichte, die Tochter meiner Schweſter, vor Ihnem entgegnete der Gelbe. „Was ich verſpreche, halt ich. Ich bin Wittwer und kin⸗ derlos, wie Sie wiſſen, und habe daher mein Nichtchen zur Univerſalerben eingeſetzt. Was ſie mitbekommt, wiſſen Sie.“
„Oheim!“— rief Clariſſe, den edlen Verwandten um⸗ ſchlingend—„wie habe ich Ihre Güte verdient?“
„Nun!“— lächelte Jener—„ich kannte Dich und Dein Verhältniß zu Herrn Hartmann ja längſt durch einen Freund, der Dich beobachten mußte. Dein Entſchluß, den Todtkranken zu pflegen, béwies mir die Tiefe Deiner Liebe,
und da ich ſelbſt ſehr unglücklich durch eine Geldheirath wurde, war ich bedacht, Dir die Wahl des Herzens zu ſichern.“
„Ach!“— rief Clariſſe—„und Sie ſagten mir kein Wort von dem Allem, und drohten mir nur mit einer Ver⸗ bindung mit einem reichen Mann!“.
„Ja!— und machte das Glück Deiner armen Eltern von Deinem Jaworte abhängig. Du warſt nach vielen Kämpfen im Begriff, auch dieſes Opfer zu bringen, das


