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Freuden und Leiden eines Commis Voyageur / [Heribert Rau]
Entstehung
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mich aus der Verlegenheit, wortbrüchig zu erſcheinen, denn offen geſagt meine Nichte mag Ihren Herrn Sohn auch nicht.

Für was war denn die Einladung? brummte finſter der alte Hartmannich dächte, wir wären doch zu alt, um noch Komödie zu ſpielen.

Nun ſagte Kehrenſohn begütigendich wollte wenigſtens nichts unverſucht laſſen. Kein ordentlicher Kauf⸗ mann kauft eine Katz im Sack, die jungen Leute müſſen ſich doch erſt einmal ſehen.

Wenn reelle Männer wie wir mit einander handeln, verſetzte Hartmanns Vater ärgerlichkönnen ſich die jungen Leute auf unſer Wort verlaſſen.

Am beſten iſt immer, die Waare erſt ſehen rief der Havanneſedann gibt's nachher keine Chikanen! und mit dieſen Worten ging er nach einer Seitenthüre, öff⸗ nete ſie und rief:Nichtchen!

Alle Augen ſtarrten geſpannt nach der Pforte, auch die des Herrn Zacharias, denn er war begierig auf die Dame, die ihn ſo mir nichts dir nichts ausgeſchlagen.

Da trat ein ſchönes, blaſſes Mädchen mit etwas ver⸗ weinten Augen ſchüchtern herein. Kaum aber war ſie auf der Schwelle erſchienen, als Zacharias ihr mit einem Freu⸗ denſchrei entgegeneilte; ſie blickte auf und ſank lautlos vor Ueberraſchung dem jungen Mann in die Arme.

Es waren Zacharias und Clariſſe.

Der alte Hartmann und ſeine Frau ſahen erſtaunt bald ſich, bald das Pärchen, bald den Freund an, der ruhig, mit auf der Bruſt gekreuzten Armen daſtand und keine Miene verzog.