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Freuden und Leiden eines Commis Voyageur / [Heribert Rau]
Entstehung
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Andern lachen bitter, die Dritten ſchneiden den Vorüber⸗ gehenden fürchterliche Geſichter u. ſ. w.

Schließlich dieſes Karyatiden⸗Artikels ſagt der dichteriſche Reiſende:

Das fürchterlichſte Ereigniß, welches Frankfurt treffen könnte, wäre weder die Inoaſion der Ruſſen, noch der Einbruch der Franzoſen, weder der europäiſche Krieg, der durch das Gebiet zöge, noch die alten Bürgerkriege, die neuerdings die vierzehn Quartiere der Stadtzer⸗ ſtörten(wann? wo? wie ²), weder der Typhus, noch die Cholera, ſondern das Erwachen, das Losbrechen und die Rache der Karyatiden.

Zacharias kümmerte ſich nun freilich bei ſeinem Ein⸗ fahren in die Vaterſtadt wenig darum, ob Victor Hugo Recht habe oder nicht, ſein Geiſt war auf ganz andere Dinge gerichtet. Bald war auch das ſchöne Poſthaus er⸗ reicht, und wenige Minuten darauf ſtand Zacharias vor ſeinem Vater.

Er fand denſelben auf dem Comptoir und gerade mit einem Mäkler beſchäftigt. Demohnerachtet eilte der Sohn dem Vater entgegen, ihn zu umarmen; aber der Alte ließ ſich nicht ſtören, ruhig handelte er weiter, wehrte die ſtür⸗ miſche Umarmung mit einer leichten Handbewegung ab und reichte ſodann unter beſtändigem Accordiren dem Sohne die Rechte.

Zacharias bebte. Er kannte ſeines Vaters Ruhe, wußte, daß er ſich durch nichts in ſeinen Geſchäften ſtören laſſe; aber einen ſo kalten Empfang hatte doch der feurige, lebens⸗ warme Jüngling nicht erwartet, und zwar um ſo weniger, als er das einzige Kind Hartmanns vor wenigen