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Freuden und Leiden eines Commis Voyageur / [Heribert Rau]
Entstehung
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aufgeſchreckt—— es ſind Clariſſen's Züge!——„Clariſſe! Clariſſe!“ ruft Zacharias leidenſchaftlich—— da erlöſcht das Licht und Alles verſinkt in Nacht und Dunkel.

Aber noch iſt der Kranke zu ſchwach, der leiſeſten An⸗ ſtrengung widerſtehen zu können, ermattet ſinkt er zurück— und entſchlummert.

Erſt gegen Morgen dämmerte es wieder ſeinen Sinnen, da beugt ſich daſſelbe holde Frauenbild über ihn, ein heißer, ſeelenvoller Kuß brennt auf ſeinen Lippen, er reißt gewalt⸗ ſam die Augen auf; aber nur das Gewand Elmericens ſieht er noch durch die raſch ſich ſchließende Thüre.

Man kann ſich denken, welche Mühe es den Reconvales⸗ centen koſtete, nach einer ſo langen Bewußtloſigkeit klar über ſeinen Zuſtand zu werden, auch bedurfte es in der That des Arztes, um ihn ganz au fait zu bringen. Mit Staunen vernahm Hartmann nun, daß er lange an einem hitzigen Nervenfieber darnieder gelegen. Auf alle anderen Fragen gab ihm der Arzt keine Antwort; ſondern er ver⸗ wies ihn noch zur vollkommenſten Ruhe, der ſich auch der Patient gerne überließ, da er ſich namenlos ſchwach fühlte.

Die Erſcheinungen der Nacht und des Morgens dünkten ihm jetzt ein Traum, und ſo ſchlummerte er von Neuem ſanft ein.

Der Arzt beſchäftigte ſich indeſſen auch außer dem Krankenzimmer mit Zacharias. Unbegreiflich blieb es ihm, daß auf jenen erſten Brief an Zacharias' Vater keines von den Eltern gekommen ſei, oder doch wenigſtens nur ge⸗ ſchrieben habe. Sollte der Brief verloren gegangen ſein? oder Zwietracht zwiſchen denſelben und dem Kinde herrſchen? Aber die weiteſte Kluft, die unangenehme Ereigniſſe zwi⸗