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Freuden und Leiden eines Commis Voyageur / [Heribert Rau]
Entstehung
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freundlichen Fee plötzlich aus den Katakomben des Mittel⸗ alters in das bewegte Leben der Jetztzeit verſetzt zu ſehen. Eben noch war er durch die Ritterſäle einer prächtigen aber zerfallenen Burg gewandelt, und ihre Trümmer hatten ihm die Hinfälligkeit alles Irdiſchen gepredigt— und jetzt ſah er ſich mit einemmale mitten unter einer Maſſe lebens⸗ luſtiger Menſchen, die ſich an dem ſchönen Abende ihr Nachteſſen und ihren Krug Bier im Freien trefflich ſchmecken ließen.

Hier ſaßen nun um die wohlbeſetzten Tiſche luſtige Studenten, und ſetzten, ihre langen Pfeifen ſchmauchend,

dem köſtlichen Gerſtenſafte wacker zu; dort hatte eine Fa⸗

milie mit Kind und Kegel Platz genommen; von dieſer Seite kam ein ernſter Profeſſor mit Frau und Töchtern herauf, und auf jenem Wege hüpften lächelnde Bürgers⸗ mädchen davon, gefolgt von den Glücklichen, welchen ſie liſtig ein Zeichen zu zärtlichen Rendezvous gegeben. Alles lachte, ſcherzte, ſchwatzte, trank und bewegte ſich ſo heiter und behaglich, daß ſelbſt die Philiſter aufthauten und ſich ordentlich wieder jung vorkamen.

Auch Zacharias fühlte ſich von dem Strome der allge⸗ meinen Luſt ergriffen und würde in den Jubel mit einge⸗ ſtimmt haben, hätte er nur irgend Jemanden unter all den frohen Menſchen gekannt, gegen den er ſich ausſprechen und der wiederum ſeine Gefühle mit ihm hätte theilen können.

Indeſſen war's doch zu einladend, um vorüber zu gehen, und eben'war er im Begriffe, ſich allein an einen noch leer ſtehenden Tiſch zu ſetzen, als ihn eine bekannte Stimme bei Namen rief. Zacharias' Blicke flogen nach der Gegend,