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welche ihn der moraliſche Katzenjammer, Dahlmann's feuri⸗ ger Wein und die Erinnerung an Clariſſen und ſeine gute Mutter verſetzten, vor— vonen un an gewiß nicht mehr leichtſinnig zu ſein.
Dieſem edlen Entſchluſſe war er auch wirklich am andern Morgen noch treu, und er erfüllte ihn mit einem freudigen, thatkräftigen Streben. Es war ordentlich, als ob aus dem Schlamm der Sünde der Wille hervorgegangen wäre, ſeinen Fehler durch deſto ſtrengere Pflichterfüllung wieder gut zu
machen. Die Reue heiligte ihn, und Clariſſens Bild zog
wieder, gleich einer freundlich lächelnden Göttin, in ſeinem Herzen ein.
In wenigen Tagen war er au courant mit ſeinen neuen Geſchäftsverhältniſſen, da er ja ohnehin den Material⸗ und Droguerie⸗Handel von dem väterlichen Hauſe aus kannte, und ehe noch die Woche zu Ende, waren die Reiſeauszüge beſorgt, Muſter und Koffer gepackt, und der Abſchied von Darinſtadt leichten Herzens genommen.
Aber welche Welt voll Herrlichkeit, welch' Götterleben, welche überreiche Zukunft öffneten ſich nun vor des jungen Mannes Blicken!— Ueberall nur Sonnenſchein, nur hüpfende Lichter, nur reiche Frucht⸗ und Blumenſtücke!—
Zum erſtenmal in ſeinem Leben fühlte er ſich ſo ganz frei und unabhängig, und, in dem ſchönen und bequemen Reiſewagen über die herrliche Bergſtraße dahinrollend, rief er in jugendlichem Uebermuth:
„Ja, die Franzoſen haben recht: Les voyageurs sont des princes!“
Aber nicht nur Eitelkeit und Genußſucht machten ſein Herz höher ſchlagen; auch der friſche Odem der Natur, die


