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Freuden und Leiden eines Commis Voyageur / [Heribert Rau]
Entstehung
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„Gewiß!“— rief Jener—„r pfuſcht damit einem jetzt verſtorbenen großen Herrn in's Handwerk, indem er die geſammelten Stückchen zuſammenſchmelzt und ſich ſein eigenes Siegellack daraus bereitet. Profit tout clair!

Die beiden jungen Leute ſetzten noch lange dies Ge⸗ ſpräch fort, und Ernſt war unerſchöpflich in Anekdoten aus Duppendorf's Leben.

Erſt nach langer Zeit fiel es dem jungen Hartmann heiß ein, daß es— da er bei Dahlmann's zur Tafel ein⸗ geladen— doch ſchicklich ſei, der Frau vom Hauſe zuvor

ſeine Aufwartung zu machen. Als er dies gegen Ernſt

äußerte, entſchloß ſich dieſer, zu des Fremden Freude, ihn einzuführen und vorzuſtellen. Sie ſtiegen miteinander die ſchöne und breite Treppe hinauf. Kaum aber auf deren Hälfte angekommen, ſchallte ihnen von dem oberen Corridor ein ſo furchtbares Schreien und Zanken entgegen, daß Beide verdutzt ſtehen blieben und aufſchauten.

Der Regen von Schmäh⸗ und Schimpfworten entquoll den geläufigen Sprachwerkzeugen einer ältlichen Dame, de⸗ ren plumpe Züge der Zorn mit einem grellen Roth und Blau überlief,

„Eſel!“— ſchrie ſie eben jetzt dem Diener zu, der eine große runde Tiſchplatte mühſam auf den Achſeln zu halten ſuchte—„hab' ich ihm nicht geſagt, er ſoll den viereckigen Tiſch nehmen?“

„Entſchuldigen Sie, gnädige Frau,“— entgeg⸗ nete Jener beſcheiden,—„Sie befahlen mir vor fünf

Minuten noch, den runden Tiſch in den Speiſeſaal zu

bringen.“ „Den Teufel hab' ich befohlen““— ſchrie die Dame

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