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„Und geiſtige Genüſſe...
„Genüſſe höherer Art kennt er nicht und Jeder, der ſelbſt nur in das Theater geht, iſt ihm ein Windbeutel!— dabei„windbeutelt“ er aber ſelbſt auf folgende vrigi⸗ nelle Weiſe. Vor mehreren Jahren, als bei ihm die Tu⸗ gend der Sparſamkeit noch nicht an dem krankhaften Aus⸗ wuchſe des Geizes litt, hielt ſich Duppendorf zur Beſorgung ſeiner häuslichen Angelegenheiten einen Diener; ja er ver⸗ ſtieg ſich ſo weit, daß er demſelben eine Liprée bei dem be⸗ rühmteſten der hieſigen Trödler erkaufte. Der Rock war bereits bedeutend über ſeine Blüthenzeit hinaus, mußte aber demunerachtet noch Sommer und Winter, früh und ſpät, bei gutem und ſchlechtem Wetter aushalten. Unterdeſſen nahm der Geiz bei Duppendorf wie ein Fehler an der Le⸗ ber zu; ſeine Reue über die Verſchwendung: einen Diener zu halten, wuchs mit der Dahinfälligkeit der Livrée, und als es ſich endlich herausſtellte, daß dieſe nicht mehr auf dem Leib des magern Johann ſitzen bleiben konnte, ſo brachte ihn der Schreckensgedanke, einen andern Rock an⸗ ſchaffen zu müſſen, dahin, lieber gleich auch dem Diener den Laufpaß zu geben. Dies Alles ging im Geheimen vor ſich; um indeſſen ſeinen Credit nicht zu erſchüttern und den Leuten weiß zu machen: er halte ſeinen Diener noch, ſchnitt er der Livrée den beſtconſervirten Theil, den linken Aermel ab, den er ſeitdem— hat er etwas auf die Straße zu ſchütten — ſchnell über ſeinen Arm ſtreift, und ſo auf die billigſte Weiſe einen höchſt unſchuldigen Lurus treibt.
Zacharias lachte herzlich und frug ſeinen neuen Freund: ob er ihm auch vielleicht das Einſammeln der alten zer⸗ brochenen Siegel erklären könne?


