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Zacharias eine Beobachtung machen, die ſich uns zwar lei⸗ der alltäglich und allerwege aufdrängt, nichtsdeſtoweniger aber ein noch nicht ganz verwahrlostes Herz jedesmal auf das Empfindlichſte neu verletzt. Es war dies die Meta⸗ morphoſe, welche ſofort mit Herrn Dahlmann vorging. Un⸗ terwürfig und artig bis zum Kriechen, mit gebogenem Rücken, als drückte ihn die erzeigte Ehre nieder, hatte er noch die Excellenz bis an die Treppe begleitet— hoch auf gerichtet, ſtolz und verächtlich um ſich ſchauend, kam er zurück und war gegen die ihm Untergebenen oder gar Bittenden nun ſo grob, daß er bei einer Preisconeurrenz in Flegeleien mit den berüchtigten Sachſenhäuſern und Mainzer Rheinſchnacken hätte wetteifern können, und wahr⸗ ſcheinlich noch den Sieg davon getragen haben würde.
Für Zacharias waren alle dieſe Wahrnehmungen nicht erfreulich, und hätte er, ſtatt für das Haus zu reiſen, auf deſſen Comptoir arbeiten ſollen, er wäre auf der Stelle umgekehrt. So aber machte die Hoffnung ſeine verzweifelte Seele wieder flott, er faßte Muth, trat vor und überreichte Herrn Dahlmann das väterliche Empfehlungsſchreiben. Er kam ſich wie ein lebendiger Wechſel vor, der vorgezeigt und — wenn auch kalt— dennoch, ſeiner Valuta wegen, artig acceptirt wurde.
Dahlmann wechſelte mit dem jungen Manne einige Worte, d. h. er frug ihn über mehrere Handelsartikel, als man plötzlich von der Straße her das Klappern eines auf dem Pflaſter dahergalloppirenden Pferdes vernahm. Zugleich flog auch das Thier ſammt ſeinem Reiter an den Fenſtern vorüber, aber mit einer ſolch' raſenden Schnelligkeit, daß alle Anweſenden entſetzt aufſchauten und Herrn Dahlmann


