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Freuden und Leiden eines Commis Voyageur / [Heribert Rau]
Entstehung
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furter Geſchäftsfreundes, mit offenen Armen entgegen kom⸗ men würden— über den Unſtern ärgerte, der ihm bei ſeinem Eintritt in das Haus leuchtete, ſo wenig konnte er ſeine Neugierde, die zukünftige Principalität wenigſtens einſtweilen äußerlich kennen zu lernen, unterdrücken.

Er reckte den Hals, hätte aber bald laut auflachen müſſen, als er das Pärchen auf dem Sopha gewahrte. Der Miniſter war ein hübſcher, ältlicher Mann, würdevoll in Haltung und Geberden, und, wie ſich von ſelbſt verſteht, Herr des feinſten Tones. Er ſprach ruhig und angelegent⸗ lich mit dem Kaufmann Dieſer aber, aus tiefem Reſpekt vor der hohen Perſon einer Seite, ſaß nur ſo knapp, auf dem Sopha, daß er kaum mit einem kleinen Theilchen des rechten Hinte⸗ viertels daſſelbe berührte. Die Beine ſtanden nun in zwei ſpitzen Winkeln, wie Kirſchenhaken hinaus, und theilten noch dazu die Bewegung des Ober⸗ körpers, der ſich in beſtändigen devoten Reverenzen auf und ab bewegte. Dabei hatte Dahlmann ſein Geſicht in die möglichſt freundlichen Falten gelegt, und lächelte die Ex⸗ eellenz unaufhörlich complaiſant an, während er den größten ſeiner Brillantringe beſtändig dermaßen an dem Finger auf⸗ und abrutſchte, daß ſein Blitzen dem Miniſter nicht entgehen konnte.

Zacharias war aus ſeiner Vaterſtadt, wenn auch nicht die feinſten, doch feinere Manieren gewöhnt, ja, er fühlte als Menſch und Freireichs⸗Städter, der ſelbſt mög⸗ licher Weiſe einmal ein regierendes Haupt— wenigſtens auf ein Jahr— werden kann, das Unwürdige und Krie⸗ chende ſeines künftigen Principals doppelt. Unwillkürlich drehte er den Kopf nach dem andern Chef des Hauſes, und