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des Wagens, theils der Sorgfalt wegen, mit welcher es die Mutter zu bedecken ſuchte, nicht wahrnehmen. Weiter vor⸗ nen von dieſer lieblichen Gruppe ſaßen mehrere Bauern⸗ weiber, deren naſſe Kleidung einen modrigen Geruch aus⸗ hauchte, und eine Magd, welche, außer Dienſt getreten, in ihre Heimath zurückkehrte. Nur zwei weibliche Geſtalten vermochten die Aufmerkſamkeit des Beobachters auf eine an⸗ genehmere Weiſe zu feſſeln. Die ſchwarzen, lebhaften Augen, die kühn gebogenen Naſen, der volle, üppige Körperbau verriethen die orientaliſche Herkunft; während Hüte, Shawls und Schleier auf einen höheren Stand als den der übrigen weiblichen Reiſegeſellſchaft folgern ließen. Auch enthielten ſich beide Mädchen aller Theilnahme an der Unterhaltung, und gaben nur zuweilen durch Naſenrümpfen die Unbehag⸗ lichkeit kund, in welche ſie dieſe Fahrt ſetzte.
Zacharias wußte von allem Dieſem Nichts, indem ihm die Geſellſchaft im innern Wagen bisher nur hörbar und nicht ſichtbar geworden war. Aber als nach einigen Stun⸗ den der Wagen anhielt, um Paſſagieren und Pferden eine Gelegenheit zur Stärkung zu geben und er nun herabſprang, ſielen ſeine Blicke, indem er nach der Wirthsſtube ging, zufällig auf eine der ſchönen Jüdinnen. Ihre ſchwarzen Augen trafen die ſeinen, eine tiefe Röthe überflog ihr lieb⸗ liches Geſicht und Zacharias fühlte ein wunderbares Feuer durch alle Adern ſchießen. Er trat raſch ein und forderte einen Schoppen Wein, um durch denſelben den letztempfan⸗ genen Eindruck hinabzuſpülen.
„Iſt dies Treue?“ frug er ſich leiſe und mit Mißbe⸗ hagen, indem er ſein Glas vollgoß,—„iſt dies Treue gegen Deine Clariſſe?“— Aber wie viel Mühe er ſich auch


