Zeit einzubringen. Sechzig Kugeln waren gegoſ⸗ ſen, er blickte froh empor, die Wolken oͤffneten ſich und der Mond warf ſeine hellen Strahlen wieder auf die Gegend. Da rief eine aͤngſtliche Stimme im Walde:„Wilhelm! Wilhelm!“ es war Käthchens Stimme. Wilhelm ſah ſie aus
dem Gebuͤſch treten und furchtſam umherblicken.
Hinter ihr keuchte das alte Weib und ſtreckte die duͤrren Arme ſpinnenartig nach der Fliehenden, deren flatterndes Gewand ſie zu erhaſchen ſuchte. Käͤthchen ſammelte die letzten ermattenden Kraͤfte zur Flucht, da trat ihr der Stelzfuß in den Weg⸗ ſie ſtockte einen Augenblick im Lauf, und jetzt faßte ſie die Alte mit den entfleiſchten Knochen⸗ haͤnden. Wilhelm hielt ſich nicht laͤnger, er warf die Form mit der letzten Kugel aus der Hand, und eben wollt' er den Zauberkreis uͤberſpringen, da ſchlug die Glocke Mitternacht, das Zauberbild war verſchwunden, die Eulen warfen flatternd Knochen und Schaͤdel unter einander und flogen davon, die Kohlen verloſchen, und Wilhelm ſank erſchoͤpft zu Boden.
Jetzt kam auf ſchwarzem Roß langſam ein Reiter heran. Er hielt vor dem zerſtoͤrten Zau⸗ berkreiſe. Du haſt Deine Probe gut beſtanden— ſprach er— was begehrſt Du von mir?


