Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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Mitternachtſtunde ſchien ſelbſt den furchtbaren Mäͤchten der Tiefe zu gewagt. Voll froher Ah⸗ nung ergriff Wilhelm ſeine Uhr, ſie zeigte das zweite Viertel der Stunde. Er blickte dankbar zum Himmel, und eine fromme Empfindung maͤ⸗ ßigte ſeinen Jubel, der gegen die Geſetze der dunkeln Welt eben in einem lauten Ausruf ſich Luft machen wollte.

Gefaßt und geſtärkt gegen neue Taͤuſchung ging er muthig an ſein Werk. Tiefe Stille war rings um ihn, nur die Eulen ſchnarchten und ſtießen zu Zeiten die Schädel gegen die Todten⸗ knochen. Auf einmal kniſterten die Buͤſche. Der Ton war dem kundigen Jäger nicht fremd, er blickte hin, und, wie er vermuthete, eine wilde Bache brach durch das Gebuͤſch und rannte auf den Kreis los. Wilhelm ahndete hier keine Täu⸗ ſchung, er ſprang auf, faßte ſein Gewehr und druͤckte es ſchnell auf das wilde Thier los, aber kein Funken ſprang aus dem Stein, er zog den Hirſchfänger, aber das borſtige Unthier fuhr, wie zuvor Wagen und Pferde, uͤber ihn in die Luft und verſchwand.

23. Der geangſtete Wilhelm eilte, die verlorne