Bilb ſiel wieber von der Wand und die Ecke des Rahmens verwundete Käthchen an der Stirn. Der Nagel ſchien zu locker in der Wand geſtan⸗ den zu habenz denn er ſiel mit der Kalkbekleidung nach. Ich weiß auch nicht— ſagte der Forſter verdrießlich— warum das Bild nicht ordentlich aufgehaͤngt wird, das iſt nun das zweitemal, daß es uns erſchreckt. Haſt Du denn Schmerz, Käthchen?
Es iſt unbedeutend— verſetzte ſie freundlich und wiſchte das Blut aus den Locken— ich bin nur ſehr erſchrocken.
Wilhelm war fuͤrchterlich bewegt, als er Kaͤthchens todtenblaſſes Geſicht und das Blut an ihrer Stirn ſah. So hatte ſie ſeine Phantaſie in jener entſetzichen Nacht ihm gezeigt, und alle dieſe Bilder wurden jetzt aufgeregt und folterten ihn von neuem. Sein Vorſatz, dieſe Nacht das zweideutige Werk zu beginnen, war heftig er⸗ ſchuͤttert, aber der Wein, den er, um ſeine in⸗ nere Qual zu verbergen, ſchneller und haͤufiger als gewöhnlich trank, erfuͤllte ihn mit einem wil⸗ den Muth, er beſchloß von neuem, kuͤhn das Wageſtuͤck zu unternehmen, und ſah in ſeinem Vorhaben nichts, als den ſchoͤnen Kampf der Liebe und des Muthes mit der Gefahr.
Die Glocke ſchlug jett Reun. Wilhelmen


