Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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geſchmuͤckt. Mutter Anne umarmte Wilhelmen, als er von der Jagd zuruͤckkehrte, und begruͤßte ihn zum erſtenmale mit dem liebevollen Sohnes⸗ namen. In Käthchens Augen glühte die zarte Sehnſucht einer jungen, liebegluͤhenden Braut. Der Tiſch war feſtlich mit deutungsvollen Blu⸗ men geſchmuͤckt, und reicher als ſonſt mit Wil⸗ helms Lieblingsſpeiſen von der Mutter, und mit lange geſparten Flaſchen von dem Vater beſetzt. Heute iſt unſer Feſt ſagte der alte Forſter, indem er in ſeinem Bräutigamsſchlafrock herein⸗ trat morgen ſind wir nicht allein und können nicht ſo traulich und herzlich bei einander ſitzen, drum laßt uns froh ſeyn, als wollten wir heute fur das ganze Leben uns freuen.

Er umarmte Alle, und war bewegt, daß ihm die Stimme verſagte. Nun, Väterchen ſagte die Foͤrſterin mit bedeutendem Lächeln ich denke doch, die jungen Leute werden morgen noch froher ſeyn, wie heute, verſtehſt Du mich?

Ich verſtehe Dich wohl, Mutter erwie⸗ derte der Foͤrſter moͤgen's denn die Kinder auch verſtehn und ſich voraus freuen. Kinder, der Pfarrer iſt auf morgen mit eingeladen, und wenn der Wilhelm gut geſchoſſen hat...

Ein Gepraſſel und ein lauter Schrei von Käͤthchen unterbrach hier den Foͤrſter. Kuno's