Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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ſeine Angſt lächelte. Er wollte mit Bilhelm in den Wald, allein dieſer hoffte auf den unſichtbar gewordenen Unbekannten, und hielt den Foͤrſter mit ſcheinbarer Beſorgniß um ſeine Geſundheit ab. Der Invalid zeigte ſich nicht und Wilhelm beſchloß zum zweitenmal den Gang auf den Kreuzweg.

Als er am Abend von der Jagd zuruͤck kam, ſprang ihm Kaͤthchen freudig entgegen. Rath einmal, Wilhelm rief ſie wen Du bei uns findeſt. Du haſt Beſuch bekommen, recht lieben Beſuch; aber ich ſag' es Dir nicht, Du mußt rathen.

Wilhelm war nicht aufgelegt zum Rathen und noch weniger Beſuch zu ſehen; denn der liebſte war ihm heut' ein unwillkommner Stoͤrer. Er wies Kaͤthchens Freude mit Unmuth zuruͤck, und

ſann auf einen Vorwand umzukehren, da offnete ſich die Thuͤr des Hauſes und der Mond beleuch⸗ tete einen ehrwuͤrdigen Greis in Jägerkleidung, der heraustretend die Arme gegen Wilhelm aus⸗ breitete.

Wilhelm! rief ihm eine bekannte freund⸗ liche Stimme zu, und Wilhelm fuͤhlte ſich von den Armen ſeines Oveims umfangen. Die ganze Zaubergewalt ſchoͤner Erinnerungen von kindlicher Liebe, Freude und Dankbarkeit drang mächtig auf