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Plötzlich wurde die Stille durch keiſe Laute einer unbekannten ſchoͤnen Stimme unterbrochen, die von einer uralten Eiche herzukommen ſchienen. Alle Blicke richteten ſich dahin, und man ſah einen Juͤngling in einfacher, aber fremder Tracht ſtehen, der eine Laute im Arm hielt und ruhig in ſeinem Geſange fortfuhr, indem er jedoch, wie der Koͤnig ſeinen Blick nach ihm wandte, eine tiefe Verbeugung machte. Die Stimme war außer⸗ ordentlich ſchoͤn, und der Geſang trug ein frem⸗ des, wunderbares Gepräge. Er handelte von dem Urſprunge der Welt, von der Entſtehung der Geſtirne, der Pflanzen, Thiere und Men⸗ ſchen, von der allmächtigen Sympathie der Na⸗ tur, von der uralten goldenen Zeit und ihren Beherrſcherinnen, der Liebe und Poeſie, ven der Erſcheinung des Haſſes und der Barbarei und ihren Kaͤmpfen mit jenen wohlthaͤtigen Gottinnen, und endlich von dem zukuͤnftigen Triumph der letztern, dem Ende der Truͤbſale, der Verjuͤn⸗ gung der Natur und der Wiederkehr eines ewi⸗ gen goldenen Zeitalters. Die alten Dichter tra⸗ ten, ſelbſt von Begeiſterung hingeriſſen, während des Geſanges naͤher um den ſeltſamen Fremdling her. Ein nie gefuͤhltes Entzuͤcken ergriff die Zu⸗ ſchauer, und der Koͤnig ſelbſt fuͤhlte ſich wie auf einem Strom des Himmels fortgetragen. Ein


