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nicht leicht aufzufinden waren. Hier ſollte die Wohnung der Prinzeſſin ſeyn. Sie ward alſo in der Dämmerung abgeholt und mit tiefer Ruͤh⸗ rung von dem Alten empfangen. Sie weinte nachher oft in der Einſamkeit, wenn ſie ihres traurigen Vaters gedachte, doch verbarg ſie ihren Kummer vor ihrem Geliebten und ſagte es nur dem Alten, der ſie freundlich troͤſtete und ihr die nahe Ruͤckkehr zu ihrem Vater vorſtellte.
Unterdeß war man am Hofe in große Be⸗ ſtͤrzung gerathen, als Abends die Prinzeſſin ver⸗ mißt wurde. Der Koͤnig war ganz außer ſich, und ſchickte uͤberall Leute aus, ſie zu ſuchen. Kein Menſch wußte ſich ihr Verſchwinden zu er⸗ klären. Keinem kam ein heimliches Liebesver⸗ ſtändniß in die Gedanken, und ſo ahndete man keine Entfuͤhrung, da ohnedies kein Menſch wei⸗ ter fehlte. Auch nicht zu der entſernteſten Ver⸗ muthung war Grund da. Die ausgeſchickten Bo⸗ ten kamen unverrichteter Sache zuruͤck, und der Koͤnig fiel in tiefe Traurigkeit. Nur wenn Abends ſeine Sänger vor ihn kamen und ſchoͤne Lieder mitbrachten, war es, als ließe ſich die alte Freude wieder vor ihm blickenz ſeine Tochter duͤnkte ihm nahe, und er ſchoͤpfte Hoffnung, ſie bald wieder zu ſehen. War er aber wieder allein, ſo zerriß es ihm von neuem das Herz und er weinte laut,


