Bekümmerniſſe ihres Herzens. Er war in dieſer Racht um mehrere Jahre aͤlter, aus einem Juͤng⸗ linge zum Manne geworden. Mit uͤberſchweng⸗ licher Begeiſterung troͤſtete er ſeine Geliebte, er⸗ innerte ſie an die Heiligkeit der wahrhaften Liebe, und an den hohen Glauben, den ſie einfloͤße, und bat ſie, die heiterſte Zukunft von dem Schutzgeiſt ihres Herzens mit Zuverſicht zu erwarten. Die Prinzeſſin fuͤhlte die Wahrheit ſeines Troſtes und entdeckte ihm, ſie ſey die Tochter des Koͤnigs und nur bange wegen des Stolzes und der Bekäm⸗ merniſſe ihres Vaters. Nach langen reiflichen Ueberlegungen wurden ſie uͤber die zu faſſende Entſchließung einig, und der Juͤngling machte ſich ſofort auf den Weg, um ſeinen Vater aufzuſu⸗ chen und dieſen mit ihrem Plane bekannt zu machen. Er verſprach, in kurzem wieder bei ihr zu ſeyn, und verließ ſie beruhigt und in ſuͤßen Vorſtellungen der kuͤnftigen Entwickelung dieſer Begebenheiten.
Der Juͤngling hatte bald ſeines Vaters Woh⸗
unverletzt ankommen zu ſehen. Er erfuhr nun die Beſchichte und den Plan der Liebenden, und bezeigte ſich nach einigem Nachdenken bereitwillig, ihn zu unterſtutzen. Sein Haus lag ziemlich ver⸗ ſteckt und hatte einige unterirdiſche Zimmer, die
nung erreicht, und der Alte war ſehr erfreut, ihn


