Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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äußeren Lieblichkeiten zu vernehmen. Dem Al⸗ ten, der Prinzeſſin und dem Juͤngling war die einfache Begebenheit des Tages gleich wichtig. Der Alte hatte leicht den neuen tiefen Eindruck bemerkt, den die unbekannte auf ſeinen Sohn machte. Er kannte dieſen genau, um zu wiſſen, daß jeder tiefe Eindruck bei ihm ein lebensläng⸗ licher ſeyn wuͤrde. Seine Jugend und die Natur ſeines Herzens mußten die erſte Empfindung die⸗ ſer Art zur unuͤberwindlichen Neigung machen. Der Alte hatte lange eine ſolche Begebenheit her⸗ annahen ſehen. Die hohe Liebenswuͤrdigkeit der Erſcheinung flößte ihm unwillkuͤhrlich eine innige Theilnahme ein, und ſein zuverſichtliches Gemuͤth entfernte alle Beſorgniſſe uͤber die Entwickelung dieſes ſonderbaren Zufalls. Die Prinzeſſin hatte ſich nie in einem aͤhnlichen Zuſtande befunden, wie der war, in welchem ſie langſam nach Hauſe ritt. Es konnte vor der einzigen helldunkeln, wunder⸗ bar beweglichen Empfindung einer neuen Welt, kein eigentlicher Gedanke in ihr entſtehen. Ein magiſcher Schleier dehnte ſich in weiten Falten um ihr klares Bewußtſeyn. Es war ihr, als wuͤrde ſie ſich, wenn er aufgeſchlagen wuͤrde, in

einer uͤberirdiſchen Welt befinden.

Die Erinnerung an die Dichtkunſt, bie bisher ihre ganze Seels beſchäftigt hatte, war zu einen