laß genug gab. Waͤhrend der Abweſenheit des Sohnes befragte ſie ihn um einige Merkwuͤrdig⸗ keiten, die ihr vorzuglich in die Augen fielen, worunter beſonders einige alte, ſonderbare Bil⸗ der waren, die neben ihrem Sitze auf dem Heerbe ſtanden, und er war bereitwillig, ſie auf eine anmuthige Art damit bekannt zu machen. Der Sohn kam bald mit einem Kruge voll friſcher Milch zuruͤck und reichte ihr denſelben mit unge⸗ kuͤnſteltem und ehrfurchtsvollem Weſen. Nach einigen anziehenden Geſpraͤchen mit Beiden, dankte ſie auf die freundliche Bewirthung, bat errothenb den Alten um die Erlaubniß, wiederkommen und ſeine lehrreichen Geſpraͤche über die vielen wun⸗ derbaren Sachen genießen zu duͤrfen, und ritt zu⸗ ruck, ohne ihren Stand verrathen zu haben, da ſie merkte, daß Vater und Sohn ſie nicht kann⸗ ten. Ohnerachtet die Hauptſtadt ſo nahe lag, hatten Beide, in ihre Forſchung vertieft, das Gewuͤhl der Menſchen zu vermeiden geſucht, und es war dem Jüngling nie eine Luſt angewanbelt, den Feſten des Hofes beizuwohnen; beſonders da er ſeinen Vater hochſtens auf eine Stunde zu ver⸗ laſſen pflegte, und zuweilen im Walde nach Schmetterlingen, Käfern und Pflanzen umherzu⸗
gehn, und die Eingebungen des ſtillen Naturgei⸗
ſtes durch den Einfluß ſeiner mannichfaltigen,
—


