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Waldes lockte ſie immer tiefer in ſeine Schatten, und ſo kam ſie endlich an das Landgut, wo der Alte mit ſeinem Sohne lebte. Es kam ihr die
Luſt an, Milch zu trinken, ſie ſtieg ab, bond ihr
Pferd an einen Baum und trat ins Haus, um ſich einen Trunk Milch auszubitten. 8 Der Sohn war gegenwaͤrtig und erſchrak beinah uber dieſe zauberhafte Erſcheinung eines mäzeſtätiſchen weib⸗
lichen Weſens, das mit allen Reizen der Jugend
und Schoͤnheit geſchmuͤckt und von einer unbe⸗ ſchreiblich anziehenden Durchſichtigkeit der zarte⸗ ſten, unſchuldigſten und edelſten Seele beinah ver⸗ göttlicht wurde. Während er eilte, ihre wie Gei⸗ ſtergeſang tönende Bitte zu erfuͤllen, trat ihr der Alte mit beſcheidner Ehrfurcht entgegen und lud ſie ein, an dem einfachen Heerde, der mitten im Hauſe ſtand, und auf welchem eine leichte blaue Flamme ohne Geraͤuſch emporſpielte, Platz zu nehmen. Es ſiel ihr, gleich beim Eintritt, der mit tauſend ſeltenen Sachen gezierte Hausraum, die Ordnung und Reinlichkeit des Ganzen, und eine ſeltſame Heiligkeit des Orts auf, welcher Eindruck noch durch den ſchlicht gekleideten ehr⸗ wuͤrdigen Greis und den beſcheidenen Anſtand des Sohnes erhoͤhet wurde. Der Alte hielt ſie gleic. fuͤr eine zum Hof gehörige Perſon, wozu ihre koſtbare Tracht und ihr ebles Vetehgen In An⸗


