Der junge Menſch war ernſt, und ergab ſich einzig der Wiſſenſchaft der Natur, in welcher ihn ſein Vater von Kindheit auf unterrichtete. Aus fernen Gegenden war der Alte vor mehreren Jahren in dies friedliche und bluͤhende Land ge⸗ zogen, und begnuͤgte ſich, den wohlthaͤtigen Frie⸗ den, den der Koͤnig um ſich her verbreitete, in der Stille zu genießen. Er benutzte ſie, die Kraͤfte der Natur zu erforſchen, und Sieſe hinrei⸗ ßenden Kenntniſſe ſeinem Sohne mitzutheilen, der viel Sinn dafuͤr verrieth, und deſſen tiefem Ge⸗ muͤth die Natur bereitwillig ihre Geheimniſſe an⸗ vertraute. Die Geſtalt des jungen Menſchen ſchien gewoͤhnlich und unbedeutend, wenn man nicht einen hoͤhern Sinn fuͤr die geheimere Bil⸗ dung ſeines edlen Geſichts und die ungewoͤhnliche Klarheit ſeiner Augen mitbrachte. Je laͤnger man ihn anſah, deſto anziehender ward er, und man konnte ſich kaum wieder von ihm trennen, wenn man ſeine ſanfte, eindringende Stimme und ſeine anmuthige Gabe zu ſprechen hoͤrte. Eines Tages hatte die Prinzeſſin, deren Luſtgarten an den Wald ſtießen, der das Lanbgut des Alten in einem kleinen Thale verbarg, ſich allein zu Pferde in den Wald begeben, um deſto ungeſtoͤrter ihren Phantaſien nachhaͤngen und einige ſchone Geſänge ſich wiederholen zu können. Die Friſche des hohen
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