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jetzt ſanft Louiſe.„Sie wiſſen nicht, wie Sie mir wehe thun! Muß ich es Ihnen denn aus⸗ drücklich ſagen, daß Sie meinem Herzen theuer ſind,— daß ich Sie liebe,“ ſetzte ſie hocherröthend hinzu.„Haben Sie es denn nicht längſt errathen, daß ich es bereute, mit meiner unzeitigen Neugier Ihnen Schmerz verurſacht zu haben?“
Szolareſek ſtürzte vor ihr auf die Knie und
rrief entzückt aus:„Jetzt ſterbe ich gern, ich habe
nicht vergebens gelebt! Ich kann keinen ſchönern Augenblick mehr erleben,— ich bin glücklich! Was kümmert es mich, wenn es ſelbſt der letzte ſein ſollte. Louiſe, theure Louiſe, ſage es mir noch einmal, daß Du mich liebſt!“—
„Ich liebe Dich,“ lispelte ſie,„jetzt aber fliehe. — Ich beſchwöre Dich um unſerer Liebe willen, fliehe nach Frankreich. Das Geſchick der Gefan⸗ genen muß ja doch endlich entſchieden werden. Mein Vater wird entweder gegen Oeſtreichiſche Offiziere ausgetauſcht, oder Liſt und Beſtechung befreien ihn. Dann aber folge ich Dir nach mei— nem ſchönen Vaterlande, und wir leben dort ver⸗ eint ein Leben des Glückes und der Liebe. Rette


