Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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5 Dich, ich gebiete es Dir; rette Dich, ich flehe Dich darum an, rief ſie in ihrer Seelenangſt.

Szolareſek drückte einen glühenden Kuß auf ihre Lippen und ſagte dann ernſt aber gefaßt: Es iſt vergebens! Uns iſt es nicht gewährt, das gelobte Land zu betreten, wir können es höchſtens im Traume ſehen. Male mir nicht das Glück, mit Dir vereint leben zu können, es iſt zu groß für mich. Ich kann nicht fliehen; es wäre Ver⸗ rath an meinen Freunden.

Wie ſo? fragte Louiſe,Deine Freunde ſind verhaftet und Du kannſt ihnen durchaus nichts nützen, wenn Du Dich Euren Feinden überlieferſt. Rette Dich, Dein Zögern tödtet mich.

Meine Ehre verbietet es mir; ich kann meine Freunde nicht compromittiren. Man kann ihnen kein Verbrechen nachweiſen; wenn ich aber fliehe, ſo heißt es, das Schuldbewußtſein habe mich fort⸗ getrieben, und meine Flucht wird eine neue An⸗ klage gegen ſie. Bleibe ich hier, ſo kann meine Ausſage vielleicht von einigem Nutzen für ſie ſein; fliehe ich, ſo verdächtige ich ſie noch mehr! Wenn immer Glück mir im Ausland winkte, meine Pflicht