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ſagte Lenke,„verheirathet zu werden mit einem Unbekannten, den man nicht kennt, den man nicht liebt.“
„Liebes Kind, wir finden es wieder ganz na⸗ türlich, daß die Eltern die Verſorgung ihrer Kin⸗ der ſelbſt in die Hand nehmen, und die wichtige Wahl eines Gatten nicht der blinden Leidenſchaft derſelben überlaſſen, die ſie ſo leicht irre führen könnte. Wir finden es höchſt unrecht, wenn ein Mädchen gegen den Willen Ihrer Eltern heirathet.“
„Dies finden wir auch ſehr unrecht,“ ſagte Lenke,„gegen den Willen der Eltern thut es kein Mädchen, die ihre Eltern liebt, aber wie eine Waare verhandelt zu werden, iſt denn doch zu arg. Für mich ſoll niemand wählen, nicht einmal mein Vater. Und Ihr duldet eine ſolche Behandlung, man ſieht, daß die Kloſtererzichung Euren Willen gebrochen hat.“
„Nicht ſo ganz, wie Du meinſt; wenn wir verheirathet ſind, können wir in Frankreich unſern freien Willen vielleicht noch mehr ausüben, wie Ihr hier,“ bemerkte Louiſe lächelnd.


