Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Nonnen ließen uns dann allein im Schulzimmer, damit wir uns ſammeln und zur Beichte vorberei⸗ ten konnten, und dann ſtudirten wir Stunden lang was für Sünden wir beichten ſollten, und es war ein Triumph für jene, die die meiſten Sünden zu⸗ ſammenbrachte! Wie oft machte es mich unglück⸗ lich, wenn meine Geſpielinnen ſchon acht Sünden auf dem Papiere hatten, während ich es noch nicht weiter als bis zur vierten gebracht hatte, und es freute mich, wenn ich endlich mein Sündenregiſter fertig gemacht hatte, und nun einer Freundin bei dem ihrigen helfen konnte. Im Grunde war dies nicht ſchwer, wir beichteten ſo ziemlich daſſelbe, daß wir zornig oder unfolgſam öder unachtſam geweſen, daß wir uns gezankt, daß wir einander beneidet hätten, oder daß der Schlaf uns während des Betens überfallen habe; wir hatten ja nichts anderes zu beichten, aber der alte Beichtvater hörte uns ſo ernſthaft zu, als ob wir ihm die größten Verbrechen anvertrauten, und gab uns als Pöni⸗ tenz den Roſenkranz zu beten auf. Lenke, es war eine glückliche Zeit! ich kannte noch keine Leiden⸗ ſchaften, ich war gern im Kloſter und als ich es