Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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genheit zu fragen, wie es denn eigentlich in der Welt ausſehe, obgleich dies unſere Neugier unauf⸗ hörlich beſchäftigte. Aber ein ſolcher Beſuch freute uns doch ſtets, man ſah wenigſtens einen Anzug nach der neueſten Mode, denn eitel waren wir alle, und ich glaube, die Bräute des Himmels würden ſich ſehr vermehren, wenn es eine Ordens⸗

rregel gäbe, die es vorſchriebe, ſtets nach der neueſten

Mode gekleidet zu ſein. Dann war auch die Fir⸗ mung und die erſte Beichte natürlich ein großer

Act in unſerem Leben. Der Biſchof, der uns

firmte, in ſeinem goldgeſtickten Ornate vor uns, die Kränze auf unſerem Haupte, das Band mit dem ſchwarzen Kreuze auf unſerer Stirn, alles dies machte einen gewaltigen Eindruck auf die Phantaſie, und dann die vorangegangene Vorberei⸗ tung, der Unterricht, das Faſten, dies alles er⸗ weckte in uns eine hehre Empfindung, durch die aber doch auch manchmal die Freude durchſchim⸗ merte, daß wir jetzt nicht mehr für Kinder, ſon⸗ dern für junge Mädchen gehalten werden würden. Später war es aber ſtets ein großes Studium für uns, was wir eigentlich beichten ſollten, die