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die franzöſiſchen, und während wir nie von Agnes Sorel oder Madame Maintenon etwas gehört hatten, kannten wir die Geſchichte des Athalis und Jeſabel auf das genaueſte, obgleich dies auch nicht erbaulich iſt. Er erzählte uns ohne Scheu, daß der weiſe König Salomo dreihundert Weiber ge⸗ habt habe, es ſtand ja in dem Handbuch, aus dem wir lernten, und als eine von uns, vorwitziger als wir andere, frug, wie denn das möglich ſei, ſagte er ohne verlegen zu werden: es waren ſeine Hof⸗ damen.— Von Ludwig XIV aber und XV lern⸗ ten wir, daß es die größten, tugendhafteſten und gütigſten Monarchen geweſen geweſen ſeien, die je geherrſcht haben. Die Hauptſache aber, die uns die Nonnen lehrten, war, daß die Welt durch und durch verderbt ſei, daß außerhalb des Kloſters das Laſter und die Sünde herrſchen, und daß es Jenen, die in der Welt leben, ſelten gelinge, der ewigen Verdammung zu entgehen. Die Gelegenheit zu ſündigen, ſagten ſie, ſei ſo häufig, daß ſelbſt die Beſten den Verſuchungen des Teufels kaum wider⸗ ſtehen könnten, und die Gebote der Kirche verletz⸗ ten. Kaum ein Mädchen könne z. B. im Hauſe


