Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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wenn ich im Zimmer herumſprang.— Später kommen die Knaben ins College und die Mädchen werden zur Erziehung ins Kloſter gegeben.“ „Das muß ja eine furchtbare Exiſtenz ſein, hohe Mauern, vergitterte Fenſter und der ewige Anblick von Geſchöpfen, die mit ihrem Schickſal unzufrie⸗ den ſind, wie muß das das weiche Herz des Kin⸗

des froſtig zuſammenziehen und ſeine Gefühle ver⸗

letzen.“

„Da ſieht man gleich die kleine Hugenottin!“ rief Louiſe aus,„ihr Proteſtanten glaubt wirklich, daß ein Kloſter nichts anderes ſei als ein Kerker, und jede Nonne ein unglückliches Opfer der Pfaf⸗ fenintriguen, das ſich nach Befreiung ſehnt. Ich muß geſtehen, ich habe im Kloſter viele angenehme Stunden verlebt, und noch jetzt überfällt mich manchmal eine Sehnſucht darnach. Wir waren dort an fünfundzwanzig bis dreißig muntere Mäd⸗ chen von jedem Alter von acht bis zu ſechzehn Jahren, wir unterhielten uns und ſchäkerten den ganzen Tag, und kümmerten uns nicht viel um die hohe Mauer, die das Kloſter umſchloß, denn der Garten war groß genug, um darin zu ſpielen.