Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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und holt es erſt ab, wenn es ſprechen und gehen gelernt hat.“

„Aber da kennt ja das Kind ſeine eigenen El⸗ tern nicht,“ rief Lenke erſtaunt.

„Freilich weint es ein bischen, wenn es ſeine Amme verläßt, doch man giebt ihm einige Bon⸗ bons und es gewöhnt ſich ſehr bald an ſeine neue Lage. Bis zum ſiebenten oder achten Jahre blei⸗ ben die Kinder im Hauſe der Eltern unter der Obhut einer guten Bonne, die mit ihnen ſpielt und ausgeht. Zum Deſert werden ſie ins Speiſe⸗ zimmer gebracht, nett gekleidet und die Haare in ſchöne Locken geordnet, und die Eltern ſind ſtolz auf die Schönheit ihrer Kinder, die wirklich aus⸗ ſehen, wie kleine lebendige Puppen. Ich war immer lebhaft und weinte ſtets, wenn man mich um fünf Uhr anzog und die Haare brannte, um zu Papa und Mama zu gehen;— in den ſchönen Kleidern durfte ich nicht auf der Erde und unter dem Tiſche herumkriechen, aber dafür erhielt ich auch regel⸗ mäßig Mandeln und Roſinen oder Obſt von den Eltern, und tröſtete mich bald über meine langen Locken, mit denen ich an jedem Stuhl hängen blieb,