Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Einzelne ein Opfer. Daher ahnt es auch kein Fremder, wie viele gebrochene Herzen noch vor der Revolution in der heitern franzöſiſchen Geſellſchaft verbluteten. Eure Unterhaltungen ſind langweili⸗ ger, aber Ihr ſeid glücklicher,“ und Madame Rai⸗ mond ſeufzte bei dieſen Worten.

„Das iſt mir wirklich unbegreiflich,“ meinte Lenke.„Du liebſt ja Deinen Vater eben ſo ſehr wie ich den meinigen, Du haſt Dein Vaterland verlaſſen und lebſt unter Fremden, bloß um ſeine traurige Lage zu erleichtern, ſollte denn nicht das⸗ ſelbe Verhältniß zwiſchen Euch herrſchen, wie zwi⸗ ſchen mir und meinem Vater?“

„Ich habe es Dir ſchon geſagt, liebe Lenke, bei uns ruht die Geſellſchaft auf anderen Baſen, wie bei Euch. Ich glaube, bei Euch findet man es noch häufig, daß Damen ihre Kinder gleich den wilden Rothhäuten oder Mohren ſelbſt nähren. Bei uns übergiebt man das Kind gleich nach der Geburt einer ſtarken Amme, die es aus der ſchlech⸗ ten Athmosphäre der Hauptſtadt aufs Land nimmt, und uns das unangenehme Kindergeſchrei im Hauſe erſpart, man läßt es dort bis es entwöhnt iſt,