Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Kazinczy.Begnadigt ſind wir nicht, ſonſt hätte man uns dies ſchon in Kufſtein angezeigt; und welcher Laune immer wir es verdanken, daß man uns von dort weggeſandt hat, ſo bleibt der Kerker immer nur ein Kerker. Aber lieb iſt mir's doch, daß ich wieder heimathliche Luft einathme, ſie hat mich erfriſcht und geſtärkt.

Wahnſinniger Poet! jammerte Szulovſzly. Was geht mich denn die ungriſche Luft an? Man kann ja von Luft nicht leben. In Kufſtein war ſie ja auch rein genug; es war ein wahres Abler⸗ neſt, wo wir eingeſperrt waren. Mir iſt es um andere Sachen zu thun; die Gefangenſchaft hat ja meinen Geiſt beinahe ganz getödtet, ich ſehne mich nach geiſtiger Nahrung. Ich möchte doch wiſſen, was in der Welt geſchehen iſt ſeit andert⸗ halb Jahren; ſie hat doch nicht ſtill geſtanden ſeit der Zeit, und ein großes Ereigniß muß vorgefal⸗ len ſein, ſonſt ſüßen wir noch in Kufſtein. O könnte ich nur ein einziges Zeitungsblatt für einige Minuten ſehen, ich wäre glücklich!

Du haſt nicht Unrecht, ſagte der Dichter, es iſt furchtbar, ausgeſchloſſen zu ſein von dem