Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Luſtſchloß, bloß wenige Stunden von Wien ent⸗ fernt, aber doch zu weit, als daß die Wiener hau⸗ fenweiſe den Park beſucht hätten, wie ſie es in Schönbrunn zu thun pflegten.

Er überließ ſich hier ganz ſeinen Rückerinne— rungen. Es war hier in Laxenburg, wo er vor fünf Jahren ſeinen Bruder, den jetzigen Kaiſer, nach einer Trennung von mehreren Jahren, zum erſtenmale wieder geſehen hatte. Erzherzog Franz war nach Wien an den Hof ſeines Oheims Joſeph gezogen, während ſeine jüngern Brüder alle in Florenz bei ihrem Vater, dem Großherzog Leopold weilten, der ſeinen Kindern die Freuden der Kind⸗ heit durch keine Regeln der Etikette verbittern ließ. Sie wurden ſtreng zum Lernen angehalten. Ge⸗ ſchichte und Naturwiſſenſchaften bildeten die Baſis ihrer Erziehung, die bedeutenden Gelehrten anver⸗ traut war. Doch wie ihre Lehrſtunden vorbei wa⸗ ren, tummelte ſich die kleine Schaar luſtig auf den Terraſſen des Gartens Boboli herum, der dem Volke zu jeder Stunde offen ſtand. Der Groß⸗ herzog wünſchte, daß ſie gewöhnt würden, ſich als zum Volke gehörig zu betrachten. Da kam plötz⸗