Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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doch wenn er in die Nähe kam, ſchämte er ſich immer wieder der Rolle, die er dort geſpielt hatte. Er erkundigte ſich daher bloß an der Thüre um

die Geſundheit von Madame Raimond, er wollte

nicht einmal ſeine Karte abgeben, um ja kein unangenehmes Gefühl bei den Damen zu er⸗ regen. Als er endlich nach einigen Tagen hörte, ſie ſei wohler, obgleich noch immer leidend, ließ er ſich anmelden, und trat nicht ohne Verlegenheit in das Zimmer. Madame Raimond lehnte am So⸗ pha, bleich und regungslos wie eine Marmorſtatue; ihre Züge trugen die Spuren der Aufregung der letzten Tage, ſie ſchienen jene haſtige Beweglichkeit verloren zu haben, die ſie ſonſt chararteriſirte, und die Ruhe des Leidens veredelte ſie. Lenke, blühend wie immer, ſaß mit einem Buche neben ihrer Freun⸗ din, ſie hatte ihr vorgeleſen; als ſie aber Fekete eintreten ſah, konnte ſie ihren Unmuth kaum ver⸗ bergen. Dr. Koväcs war im Zimmer ruhig auf und ab gegangen, und blieb erſtaunt ſtehen, als er den Gaſt ſah. Der ſchweigende Empfang vermehrte die Verlegenheit Fekete's.

„Meine Gegenwart erweckt peinliche Erinne⸗