rungen,“ ſagte er zu Dr. Koväes,„ich finde dies natürlich, und dennoch hielt ich es für meine Pflicht zu erſcheinen.“ „Ich glaube es ſehr gern,“ entgegnete der Arzt mit Milde,„daß es Ihnen oft ſchwer fällt, Ihre Pflichten zu erfüllen; doch ich muß geſtehen, Sie
thaten es in der ſchonendſten Weiſe. Sie haben.
nun wahrſcheinlich den Auftrag, meine Schriften
nochmals zu unterſuchen und zu ſiegeln, ich bin
bereit, ſie Ihnen auszuliefern.“
„Nicht doch,“ ſagte Fekete,„Sie irren ſich jetzt, ich bin nicht mehr Kameralfiscal, ich habe einem Ante entſagt, das mir Pflichten auferlegte,
die ich mit meinen Grundſätzen für unverträglich
hielt.“ Lenke ſah ihn überraſcht an, und Dr. Koväcs
rief erſtaunt:„Ein ſeltenes Beiſpiel in unſerer Zeit,
ein Beamter, der ſeine Zukunft ſeiner Ueberzeugung opfert! Seien Sie mir freundlich willkommen. Wie kamen Sie denn zu dieſem Entſchluß? Sie ſind ja der Neffe des Kronanwalts, der Sie ſtets pro⸗ tegirte. Lenke,“ rief er ſeiner Tochter zu,„mache


