Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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und die Dienerſchaft des Schloſſes ſchenkte für jeden der Schnitter und Schnitterinnen ein Glas Wein ein, und ſchnitt jedem ein Viertelbrod zu.

Die Baronin blieb übrigens heute nicht, ſo wie ſie es ſonſt zu thun pflegte, auf dem Hofe unter ihren Leuten; ſorgenvoll war ſie in ihr Zim⸗ mer zurückgekehrt, denn ſie wußte es ſchon, daß ihr Freund Laczkovics nebſt manchem andern ihrer Be⸗ kannten verhaftet ſei. Als ſie nun plötzlich ihren Peſther Fiscal ins Zimmer treten ſah, der doch ſo ſelten die Stadt verließ, ahnte ihr nichts Gu⸗ tes.Sie bringen eine Trauerbotſchaft! rief ſie ihm entgegen.

Leider, ſagte er,haben Frau Baronin es errathen, Baron Ladislas

Um Gotteswillen was iſt mit ihm geſchehen?

Er iſt in der Nacht von vorgeſtern auf ge⸗ ſtern verhaftet worden.

Die Baronin ſchellte, der Bediente trat ein. Einſpannen, rief ſie,wir fahren augenblicklich nach Peſth. Das Stubenmädchen ſoll packen, wir gehen nur für kurze Zeit. Ruhen Sie ein Bis⸗ chen aus, ſagte ſie zum Fiskal,wir reiſen gleich