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jederzeit die liebſten. Sogar die Luſt zu Ob⸗ ſcönitäten und Unarten hatte er noch nicht ver⸗ loren; gewiſſe alte Junggeſellen, mit breiten ſaftigen Lippen und kleinen zugekniffenen Au⸗ gen, die keine Schürze unbetaſtet ließen und als lebendige Chronique scandaleuse der gan⸗ zen Provinz umherwandelten, ließ er ſtunden⸗
lang an ſeinem Bette ſitzen und mit den lecker⸗
ſten Weinen bewirthen, blos damit ſie ihm unſaubere Hiſtörchen erzählten. Auch die junge Frau hatte viel von ſeinen chniſchen Gewohn— heiten zu leiden; mit unausſtehlicher Zudring⸗ lichkeit forſchte er nach den geheimſten Partien ihres Ehelebens und konnte ſich namentlich nicht darüber zufriedengeben, daß noch keine der bei⸗ den Schweſtern, weder Ulrike noch Klara, Hoff⸗ nung auf Nachkommenſchaft gewährte. Der Frau von Schwarzenfeld waren dieſe Ge⸗ ſpräche natürlich im höchſten Grade zuwider, ſie kam jedesmal ganz aufgelöſt und in Thrä⸗
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